Mittwoch, 27. Februar 2008

Wilde Kutschfahrt: Pferd mit Hund allein unterwegs

Gießen (ots) - Hund und Pferd im Verdacht der Unfallflucht

Pohlheim-Garbenteich / Gießen: Ermittlungen zu einer Verkehrsunfallflucht - ein Gartenzaun war beschädigt - führten Beamte der Polizeistation Gießen Süd am Montag, dem 25.02.08, zu einem erstaunlichen Ergebnis: Pferd "Max" als Zugtier und Hund "Ben" als alleiniger Fahrer auf der Kutsche stehen im Verdacht, bei einer Galoppfahrt durch die Ortslage an der Licher Straße einen Gartenzaun beschädigt und anschließend die Unfallstelle unerlaubt verlassen zu haben. Doch nun der Reihe nach: Der 50-jährige Besitzer des Haflingerpferdes "Max" war am Sonntag zusammen mit seinem Sohn auf einer Kutschfahrt ausgefahren. Er hielt an einer Koppel im Feld an und band das Pferd fest. Aus unerklärlichen Gründen muss das Tier, das sonst als außerordentlich ruhig gilt, erschrocken sein. Es riss sich los. Der 11-jährige Sohn des Pferdehalters sprang noch von der Kutsche ab. Hütehund "Ben" blieb seelenruhig sitzen und sauste mit dem durchgehenden Haflinger davon. Es ging in rasender Fahrt in den Heimatort Garbenteich und zwar nach Hause. Zwei Zeugen bemerkten das ungewöhnliche Gefährt, konnten es allerdings erst in Höhe der Apotheke stoppen. Nach der glaubwürdigen Aussage eines der beiden Zeugen soll der Hund zu diesem Zeitpunkt auf dem Kutschsitz gesessen haben. Er habe den Eindruck vermittelt, dass er enttäuscht darüber war, das die Fahrt schon endete. Der Besitzer von Pferd und Hund kam zu Hause an, als sie schon dort waren. Trotz seiner Bemühungen konnte er keinen Schaden auf dem Weg der Kutsche feststellen. Auch er erfuhr wie die Polizei erst am Montag, dass die Kutsche leicht gegen den Gartenzaun eines 69-jährigen Mannes aus der Licher Straße gestoßen war.

So heute veröffentlicht von Werner Tuchbreiter (Pressesprecher). ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen, Digitale Pressemappe.