Dienstag, 15. April 2008

"Pferderipper" war ein Rind

Der Fall des getöteten Pferdes im Kreis Helmstedt, über den wir > hier berichtet hatten, wurde inzwischen aufgeklärt. Newsclick.de veröffentlichte gestern Abend einen Bericht dazu. Demzufolge soll die Ponystute nicht von einem Pferderipper getötet worden sein, sondern Opfer eines Angriffs durch ein Rind. Dieselbe Kuh hatte offenbar zwei Wochen zuvor bereits ein Pferd in Wolfenbüttel auf die Hörner genommen und tödlich verletzt.

Ein Hinweis vom Tierschutz brachte die Polizei auf die richtige Spur: Die Tierschützer von der toten Ponystute im Kreis Helmstedt gelesen, und erinnerten sich an einen ähnlichen Vorfall, der sich Ende März ereignet hatte. Damals war ein Pferd in Wolfenbüttel mit einer tödlichen Fleischwunde auf der Weide gefunden worden. So stellte sich schließlich heraus: Auf beiden Weiden hatte ein und dieselbe Kuh gestanden. Laut Polizei-Sprecher Sven-Marco Claus stammen die Verletzungen von den Hörnern der Kuh.

Ein ungewöhnlicher Vorfall, denn Rinder und Pferde werden oft zusammen auf der Weide gehalten. Sie ergänzen sich in ihrem Grasverhalten, weil die Rinder auch die Geilstellen auf den Pferdweiden abgrasen und auch Brenneseln & Disteln fressen. Somit leisten sie einen Beitrag zur natürlichen Weidepflege. Als besonders friedfertig und verträglich gelten die hornlosen Galloways. Allerdings man sollte sie nicht einfach zusammenstellen, sondern einige Dinge beachten. Zum Beispiel sollte die Weidefläche mehrere Hektar groß sein, damit die Tiere eine Fluchtmöglichkeit haben. Außerdem sollten die Tiere schon als Jungtiere an die gemeinsame Haltung gewöhnt werden", empfiehlt der Experte. Er hatte bisher nie davon gehört, dass Kühe oder Rinder Pferde angegriffen hätten. Normalerweise seien Eher die Rinder gefährdet, weil es häufiger dazu komme, dass sie von den Pferden gejagt oder getreten würden.

Quelle: Newsclick.de, Foto: (c) Stefan Ddorf / Pixelio.de (Symbolfoto, kein Originalbild der Kuh, die die Pferde tötete)