Freitag, 12. Juni 2009

Pferde bis zum Bauch im Mist - grausame Tierquälerei in Dortmund

Durch einen anonymen Hinweis wurden Tierschützer und Behörden auf einen besonders schlimmen Fall von Tierquälerei im Süden von Dortmund aufmerksam. Der Anblick schockierte Polizei, Feuerwehr und Tierschützer - so etwas hatten selbst sie noch nie gesehen. Es bot sich ein Bild des Grauens: Bis zum Bauch standen die 5 Pferde im Mist, die Haut an den Beinen aufgeplatzt. Einer der völlig verdreckten Ställe musste sogar aufgesägt werden, um das Pferd befreien zu können.

Während die Rettung der 4 Stuten noch relativ glimpflich verlief, waren die Tierschüttzer, Feuerwehrleute und Polizeibeamten mit der Rettungsaktion eines sechsjährigen Haflingerhengstes bis tief in die Nacht beschäftigt. Der sechsjährige Hengst soll seine Box seit seinem Fohlenalter nicht mehr verlassen haben und war dementsprechend schwach. Seine Hufe waren noch nie geschnitten worden. Der Kreislauf des Pferde brach immer wieder zusammen, wenn er sich nur wenige Meter bewegte. Da das verwahrloste Tier aufgrund der Kreislaufschwäche weder verladen, noch narkotisiert werden konnte, brachten die Retter das Tier in Begleitung eines Tierarztes zu Fuß in eine Tierklinik.

Der Besitzer der Pferde gab an damit überfordert gewesen zu sein und die Pferde seit einem Jahr nicht mehr aus dem Stall gelassen und die Boxen seit einem Jahr nicht mehr gemistet zu haben. Eine Video-Reportage von der Rettungsaktion findet ihr hier: WDR Mediathek Lokalzeit Dortmund

Da bleibt nur zu hoffen, dass sich diese armen Tiere wieder erholen können.